Nicht nur der Standort am Karlstor war perfekt - direkt in der Fußgängerzone verfügt der Oberpollinger über eine der begehrtesten Lagen in der bayrischen Metropole. Ebenso war die Kauflust der Münchner geweckt, da es in unmittelbarer Nähe keine ernste Konkurrenz gab. Günstiger hätten die Umstände für den Oberpollinger nicht sein können. Unter Aufsicht einer Künstlerkommission wird in nur 22 Monaten ein Gesamtkunstwerk im Renaissancestil erschaffen, das mit einem imposanten Lichthof und Lifts für Kunden, Lieferanten und Personal neue Maßstäbe setzt. Begeistert feiert man am 15. März 1905 die Eröffnung. Heute zählt der Oberpollinger mit 35.000 qm Verkaufsfläche verteilt auf sieben Etagen zu den größten Departmentstores Europas
Als glänzendes Bauwerk, „durch das der Atem der großen weiten Weltweht,“ wurde der Prachtbau mit seinen drei ansteigenden Giebeln und demglasüberdachten Lichthof 1905 von der Presse beschrieben. Wie in London undParis wurden die Waren hinter großen Fensterfronten präsentiert. Schon reinäußerlich ließ der Oberpollinger immer sein hohes Niveau erkennen. Diezahlreichen Aus- und Umbauten in der über 100-jährigen Geschichte gaben demHaus auch im Innern immer einen modernen, hochwertigen Stil. Heute wird in Münchengezeigt, wie Shopping im 21. Jahrhundert aussehen kann – das Traditionshaus verwandelte sich in einen visionären und offen gestaltetenDepartmentstore, dessen exklusiver Charakter verbindet sich mit urbanemLifestyle.